Im Jahr 1977 brachte Mercedes-Benz einen Kleintransporter auf den Markt, der intern als T  1 bezeichnet wurde. Andere Bezeichnungen waren Baureihe TN und Bremer Transporter, da das Fahrzeug in den ersten Jahren im Werk Bremen gebaut wurde. Der T 1 war der erste Kleintransporter, den Mercedes-Benz selbst entwickelte, zum Vorgängermodell war man durch die Übernahme von Hanomag-Henschel gekommen.

Gestaltet wurde das Fahrzeug von Prof. Heiliger.

Der T 1 war ein robustes Fahrzeug, das als Kastenwagen, Kleinbus und Pritschenwagen (auch als Doppelkabine) mit drei unterschiedlichen Radständen zur Verfügung stand. Die zulässigen Gesamtgewichte reichten von 2,55 t bis 4,6 t, der Antrieb erfolgte wahlweise durch Benzin- oder Dieselmotoren aus dem eigenen Haus. Auch als Wohnmobil wurde der T 1 verwendet. Von Mercedes-Benz selbst angeboten wurde der von Westfalia ausgebaute James Cook.

Die Typenbezeichnungen entsprechen dem Schema, das Mercedes-Benz auch bei größeren Lastkraftwagen anwendet, und setzen sich aus dem (abgerundeten) zulässigen Gesamtgewicht und der (ungefähren) Leistung in PS zusammen. So hatte ein 207 D bis 2,8 t Gesamtgewicht und 72 PS und ein 409 D bis 4,6 t Gesamtgewicht und 88 PS. Die 4er-Fahrzeuge sind an der zwillingsbereiften Hinterachse erkennbar und waren nur mit mittlerem und langem Radstand lieferbar.

Der T 1 war größer als der VW-Bus, Konkurrenten waren der VW LT und der Ford Transit.

Die Produktion wurde 1984 nach Düsseldorf verlegt und nach 18 Jahren Bauzeit 1995 eingestellt. Der indische Hersteller Force Motors (früher Bajaj Tempo) baut das Fahrzeug auch heute noch als "Traveller" (Bus) bzw. "Excel" (Pritsche) (Stand 01/2007). Nachfolger des T 1 wurde der vollkommen neu konstruierte Sprinter.

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Mercedes T 1 Bus

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Mercedes T 1 Pritsche mit Doppelkabine

Weblinks

Commons: Mercedes-Benz T 1 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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